Dez 11
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Der SV Langschede hat sich als Aufsteiger nicht nur in der Fußball-Kreisliga A2 etabliert, sondern hat nach dem Ende der Hinrunde sogar Zugriff nach ganz oben. Fussballkreisunna sprach mit Trainer Thorsten Wilms (Mitte) und Co.-Trainer Thorsten Heidrich (links) über den SVL. Der Dritte Coach im Bunde ist Jens Kandler. Was die beiden „Thorstens“ zum SVL, der furiosen Hinrunde und über ihren Trainerjob zu berichten haben, lest ihr hier!
Thorsten Wilms, du bist vor der Saison quasi vom Spieler zum Trainer geworden und hast nach dem Aufstieg in die Kreisliga A, den du ja als Spieler noch miterlebt hast, die Seiten gewechselt. Juckt es noch manchmal in den Füßen?
Wilms: Mit 40 wurde es echt Zeit aufzuhören. Ich vermisse hin und wieder den körperlichen Wettbewerb im Spiel. Ich finde das Gefühl als Coach an der Linie ist weitaus intensiver als einzelner Spieler. 90 Minuten positiver Stress…auch wenn es schlecht läuft!
Wie lange hast du aktiv gespielt?
Wilms: Ich war 22 Jahre aktiv.
Was ist denn der größte Unterschied zwischen “Spieler sein” und “Trainer sein”, mal ganz abgesehen davon, dass es körperlich weniger zur Sache geht?
Wilms: Die große soziale Verantwortung und den Mut zur Führung junger, ja auch manchmal verrückter Spieler. Diese unterschiedlichen Charaktere sind manchmal eine große Herausforderung, die es gilt anzunehmen. Ziel ist es auch, alle Spieler menschlich und sportlich weiterzuentwickeln. PS: Die Liebe zu diesem geilen Sport empfinde ich als Coach genau so stark wie als Spieler.
Du arbeitest beim SVL mit einem Trainerteam. D.h. neben dir als Cheftrainer hast du mit Thorsten Heidrich und Jens Kandler, der auch noch Akteur ist, zwei “Co”s an deiner Seite. Wie plant ihr die Trainingseinheiten und wer übernimmt was?
Wilms: Das stimmen wir nach den Spielen ab. Wir reagieren auf mannschaftlichen Stärken und Schwächen. Jedes Teammitglied bringt Erfahrung mit und es entsteht dabei ein gemeinsamer Trainingsplan, der von jedem trainiert werden kann. Die Leitung im Trainingsbetrieb ist meistens auf 2 Coachs geschultert.
Thorsten Heidrich, als Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A2 habt ihr in der Hinrunde für ordentlich Furore gesorgt. Platz vier und 33 Zähler stehen zu Buche. Der Rückstand auf Tabellenführer SG Massen beträgt lediglich vier Zähler. Da könnt ihr doch absolut zufrieden in die Winterpause gehen, oder?
Thorsten Heidrich: Ich persönlich bin mehr als zufrieden mit dem Tabellenplatz, da unser Ziel zum Saisonstart war, den Klassenerhalt zu sichern. Im Nachhinein hätten wir sogar noch 2-3 Plätze höher stehen können, wenn wir nicht so „heimschwach“ wären und auch auswärts nicht unnötig unsere Punkte bzw. Spiele verschenkt hätten (siehe das Spiel gegen KSC). Aber unser Ausgangsziel haben wir mehr als erreicht.
Ihr habt eine junge Mannschaft, der es bisweilen noch Konstanz zu fehlen scheint. Was könnt ihr im Hinblick auf die Hinrunde in der zweiten Serie noch verbessern?
Heidrich: Das, was uns noch ein wenig fehlt, ist, dass wir noch flexibler in unseren Spielsystemen werden müssen, um auf bestimmte Spielweisen der Gegner besser reagieren zu können. Das wird glaube ich das Nonplusultra zur Vorbereitung auf die Rückserie werden. Auch müssen wir etwas an unserer Abschlussschwäche vor dem Tor ändern.
Gibt es personelle Veränderungen in der Winterpause?
Heidrich: Wir sind soweit in der Breite gut aufgestellt, dass es eigentlich nicht nötig wäre, Spieler zu verpflichten. Das Vertrauen haben unsere Jungs. Sollte sich der Eine oder Andere an die Ruhrbrücke verirren, werden wir ihn bestimmt nicht davonjagen. Er kann sich ja dann im Training zeigen. Erst dann werden wir entscheiden, ob er uns helfen kann.
Vor der Saison habt ihr als Ziel angegeben, ,in der Liga ankommen‘. Das ist euch schon jetzt gelungen. Habt ihr eure Ziele korrigiert?
Heidrich: Dahingehend kann ich nur sagen, dass das Ziel „Klassenerhalt“ ja eigentlich schon erreicht ist. Mein Ziel ist es, mindestens unter den ersten 5 der Liga in die neue Spielzeit zu gehen. Sicherlich nehmen wir auch jede weitere Platzierung nach oben mit. Und wenn wir am Ende ganz oben stehen sollten, ist es natürlich für die Mannschaft und das Trainerteam sowie für das Umfeld in Langschede eine willkommene, großartige Sache.
Eine Frage zum Schluss: Was entgegnet ihr der Kritik, die in schöner Regelmäßigkeit auf fku in den Kommentaren zu lesen. Offenbar hat euch da jemand ‘gefressen’, oder?
Heidrich: Am Anfang habe ich mich ein wenig darüber geärgert. Aber der gute „Olaf“ scheint nicht wirklich viel Ahnung von Fussball zu haben. So langsam gibt er sich der Lächerlichkeit preis. Ich glaube auch, dass es jemand aus dem Umfeld von Langschede ist. Vielleicht will er uns einfach für die nächsten Spiele nur so richtig anspitzen, um noch konzentrierter die nächsten Aufgaben zu meistern. Wenn man seine Kommentare verfolgt, stellt man fest, dass er wohl des Öfteren als Zuschauer unsere Spiele verfolgt und sogar Einzelkritiken zu Spielern abgibt. Deswegen mein Verdacht, dass es jemand aus unserem Umfeld ist. Ich sehe allem, was er schreibt, ganz gelassen entgegen.Thorsten und Thorsten, vielen Dank für das Gespräch und eine erholsame Winterpause!









