Nov 10
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Bezirksliga aktuell: HSV baut Tabellenführung aus
Tabellenführer SV Holzwickede hat mit dem fulminanten 12:1-Sieg über Derne die Tabellenführung ausgebaut. Der VfL Kamen kam im Topspiel gegen Brackel nicht über ein 1:1 Remis hinaus, bleibt dem Spitzenreiter aber auf den Fersen. Der Königsborner SV hat nach vier Wochen mal wieder die Abstiegsplätze verlassen, während der BSV eben einen solchen eingenommen hat.
Spitzenreiter SV Holzwickede hat mit dem 12:1-Sieg über Ligaschlusslischt SuS Derne ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Spieler des Tages war dabei einmal mehr Than-Tan Tran, dem bereits zum zweiten Mal in dieser Saison das Kunststück gelang vier Treffer in einer Partie zu erzielen. Auch Magnus Gunnarsson, der erstmals wieder nach seiner abgesessenen Rotsperre an Bord war, feierte mit einem Doppelpack ein gelungenes Comeback. „Pflicht erfüllt“ heißt es also beim Tabellenführer, der mit Marc Woller, Rolf Unnerstall und Ingo Peter am vergangenen Spieltag auch eine dreiköpfige Delegation zum Spitzenspiel VfL Kamen gegen SV Brackel (1:1) entsandte, um den kommenden Gegner unter die Lupe zu nehmen. „In Brackel wird noch keine Vorentscheidung fallen, aber dieses Spiel ist natürlich mehr als nur richtungsweisend“, so HSV-Berater Peter, dessen Team sich mit einem Sieg auf fünf Punkte an der Spitze absetzen könnte.
Beim VfL Kamen blieben Angreifer Marcel Stutter, der nach seiner Einwechselung prompt das 1:0 für die Blau-Weißen erzielte, und Keeper Martin Kapusta aus disziplinarischen Gründen im Topspiel zunächst auf der Bank. „Beide haben nicht trainiert, so dass ich sie nicht von Beginn an spielen lassen konnte“, erklärte Coach Torsten Lenz. Verärgert war Lenz über die Tatsache, dass die Stadt den Rasenplatz im Jahnstadion gesperrt hatte. „Brackel spielt und trainiert regelmäßig zu Hause auf Asche. Es war sicher kein Nachteil für sie, dass es auf die Asche ging“, so der VfL-Linienchef. Die Punkteteilung bringt weder den VfL noch die Dortmunder entscheidend weiter, hält jedoch beide weiter im Titelrennen. „Sechs Punkte Rückstand sind nicht die Welt, wenn man sieht wie lang die Saison noch ist“, sagt Lenz.
Der SuS Kaiserau hat sich durch den 3:0-Sieg in Heeren vorerst in sicherere Fahrwasser manövriert. Sechs Zähler beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nun. „Das war auch unser kurzfristiges Ziel“, nickt SuS-Coach Bernd Schawohl, „nun geht es darum in der Tabelle weiter zu klettern und die Leistungen auch dauerhaft zu bestätigen.“ Dominic Krampe laboriert seit einer Woche an einer Entzündung der Achillessehne und wurde in Heeren geschont.
Vier Punkte wollte Markus Laußmann, Coach des Königsborner SV, aus den Partien in Eving und zu Hause gegen Heeren holen. Drei Zähler hat er nach dem 2:1-Sieg in Eving nun schon im Sack. „Also müssen wir dieses Ziel korrigieren. Gegen den BSV haben wir nun die große Chance und etwas abzusetzen“, so Laußmann, dessen Truppe nach vier Wochen endlich wieder die Abstiegsränge verlassen hat. „Und wenn wir weiterhin so auftreten wie gegen Eving, ist mir auch nicht Bange was den Klassenerhalt angeht“, sagt der Coach. Joschko (Nackenprobleme) und Yesil (Zerrung) sind weiter angeschlagen. Keeper Schulze-Frieling (Schleimbeutelentzündung) fehlte in Eving, wurde von Roman Spielfeld allerdings adäquat ersetzt. „Er hat am Ende den Sieg gerettet. Das hat er super gemacht“, lobte Laußmann den Youngster zwischen den Pfosten. Ricardo Cafaro legte in Eving seine anhaltende Ladehemmung ab und netzte zum Siegtreffer ein. „Ich hoffe, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist“, sagt „Lausi“.
Der BSV Heeren hat derweil den Abstiegsrang des KSV eingenommen. „Meine Spieler haben einfach eine schlechte Vorbereitung auf die Spiele“, ärgert sich Coach Marco Slupek, dass seinen Akteuren die richtige Einstellung fehlt. „Fußball kommt bei einigen Leuten hier an allerletzter Stelle, das kann nicht sein“, so der Coach, der meint: „Das ist eine Charakterfrage wie man sich in Derbys auf dem Fußballplatz präsentiert.“ Ex-Profi Peter Quallo gab sein Comeback im blau-gelben Dress und agierte als „Staubsauger“ vor der Abwehr. „Aber alle Löcher konnte er halt nicht stopfen. Wie es seine berufliche Situation zulässt, wird er uns weiter zur Verfügung stehen“, so Slupek.









