• VfK hält eine Stunde lang gut mit

    Westfalenpokal: VfK Weddinghofen – Sportfreunde Lotte 0:7 (0:2). Mit den Sportfreunden aus Lotte stellte sich am Sonnabend ein hoch ambitionierter Regionalligist beim VfK am Häupenweg vor. Die von Trainer Maik Walpurgis betreute Mannschaft hat diese Saison nur ein Ziel: Aufstieg in die 3. Liga.

    Dementsprechend hatte VfK -Trainer Björn Lerbs, der ohne seinen verletzten Stoßstürmer Sebastian Platzek (Adduktorenprobleme) auskommen musste, seiner Truppe natürlich ein Defensivkonzept verpasst. Mit einem engmaschigen Fünfer-Mittelfeld versuchten die Hausherren die Angriffe des Favoriten schon frühzeitig zu stören. Dies gelang vor allem in der ersten Halbzeit gut. Wenn dann doch mal ein Ball durchkam, war die gut gestaffelte Viererkette vor Torhüter Schrader zur Stelle und klärte, was zu klären war.

    Nach vorn ging dabei allerdings nicht viel. Lediglich ein Distanzschuß von Brügmann in der fünften Spielminute sorgte für Gefahr vor dem Lotter Tor. Der Gast aus Lotte tat sich sichtlich schwer mit den clever verteidigenden Weddinghofenern. Aus dem Spiel heraus gelang fast überhaupt nichts. So mussten dann Standardsituationen herhalten, um den Favoriten in Front zu bringen.

    In der 21. Minute zirkelte der Ex-Mainzer Petreski einen Freistoß aus halbrechter Position genau auf den Kopf von Stachnik, der aus  knapp zehn Metern keine Mühe hatte, den Ball im Tor unterzubringen. In der 34 . Minute konnte Pötter nach einem weiteren Freistoß von Petreski noch auf der Linie klären, eine Minute später fiel dann doch das 0:2 durch Schneider. Eine Ecke von rechts schlug Petreski auf den zweiten Pfosten, wo Arend den Ball per Kopf für Schneider auflegte. Der Ex-Dortmunder Borusse hatte keine Schwierigkeiten, den Ball zu versenken.

    Trotz dieses Rückstandes ließen sich die VfKler nicht von ihrer Linie abbringen und verteidigten weiter mit großem Engagement. Die Gäste, die sich ob ihrer pomadigen Spielweise in der Halbzeitpause offensichtlich eine Ansage ihres Trainers anhören mussten, kamen mit mehr Elan aus der Pause. Jetzt rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Hausherren. Nachdem die Truppe um Kapitän Bork Wölm die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte schadlos überstanden hatte, fiel dann mit dem 0:3 in der 66. Minute die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gäste. Engelmann nutze einen Abstimmungsfehler der Innenverteidigung und schoß aus acht Metern flach ein. Nun ließen Kraft und Konzentration im Weddinghofener Lager merklich nach, der Widerstand war endgültig gebrochen. Es folgten weitere Treffer für Lotte. Das 0:4 erzielte Petreski nach einem schönen Sololauf in der 68. Minute. In der 78. Minute war es  erneut Engelmann, der aus Nahdistanz auf 0:5 erhöhte.

    Bevor der eingewechselte Ex-Schalker Erwig  mit zwei weiteren Treffern (86. und 90. Minute) auf 0:7 erhöhte, hatte Engin Duman die dickste Chance für den VfK, als er nach feiner Einzelleistung den Ball gegen das Lattenkreuz des Lotter Tores donnerte. Unterm Strich ein standesgemäßer Sieg der Lotter. Der VfK hat sich über eine Stunde sehr gut verkauft und zu einem gelungen Pokalspiel beigetragen.

    VfK Weddinghofen: Schrader – Wölm, Pötter, Wahle, Richter (46. Duman) – Sprave, Manka (70. Wojcik), Tost, Brügmann (84. Hennig), Ethirmanasingam – Gider.

    Sportfreunde Lotte: Rickert – Arend, Czyszczon, Wiwerink, Willers – Neubauer, Gataric – Petreski, Schneider – Engelmann, Stachnik (63. Erwig).

    Tore: 0:1 (21.) Stachnik, 0:2 (35.) Schneider, 0:3 (66.) Engelmann, 0:4 (68.) Petreski, 0:5 (78.) Engelmann, 0:6 (86.) Erwig, 0:7 (90.) Erwig.

    Schiedsrichter: Alexander Kleff (Dortmund)

    Besonderheiten: Gelbe Karten für Wahle und Duman(VFK) sowie Petreski und Czyszczon (Lotte)

    Zuschauer:  250

    Trainerstimmen:

    Björn Lerbs (VfK): “Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Auf diese Defensivleistung kann man aufbauen. Die beiden Gegentore fallen natürlich ungünstig. Jeweils nickt der Stürmer unbedrängt ein. Gegen Ende hatte Lotte einfach mehr KRaft und die Einzelspieler haben dann ihre Qualität uns gegenüber durchgesetzt.”

    Maik Walpurgis (SFL): “Wir sind in der nächsten Runde, damit bin ich zufrieden. Trotz der Personalnot hat die Mannschaft ganz ordentlich gespielt. Außerdem gab es in einem sehr fairen Spiel keine weiteren Verletzten.”

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