• Spitzenspiel VfL vs. HSV mit Spannung erwartet

    Die SV Holzwickede hat sich pünktlich vor dem mit Spannung erwarteten Topspiel gegen den VfL Kamen am kommenden Sonntag im Jahnstadion die Tabellenführung zurück erobert. Das fulminante 7:1 gegen überforderte Scharnhorster bescherte der HSV dank der 0:1-Heimpleite Brackels gegen Nordkirchen wieder Platz eins.

    „Wir dürfen unseren Kantersieg jedoch nicht überbewerten, denn Scharnhorst hatte einen rabenschwarzen Tag“, sagte HSV-Pressesprecher Heinz Hemmerich. Dennoch: Die HSVer werden mit ganz breiter Brust nach Kamen kommen. Im Training fehlen weiter die angeschlagenen Dennis Jaeger und Steffen Köhn. Andi Senga feierte nach Verletzungspause sein Comeback in der „Zweiten“, während Semir Devoli gegen Scharnhorst nach 75 Minuten geschont wurde, nachdem er zuletzt auch angeschlagen spielte und trainierte. Oscar Tobio Lemos feierte sein gut 30-minütiges Comeback. Angreifer Magnus Gunnarsson wird auch gegen den VfL gesperrt fehlen. HSV-Trainer Karl-Friedrich Lösbrock fiebert der Partie entgegen: „Wir können dort einen großen Schritt nach vorne machen.“

    Auch beim VfL Kamen steigt die Vorfreude auf das große Derby. Mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg über Körne schossen sich die Kamener warm. „Gegen die HSV muss aber mehr kommen, wir müssen den Schalter umlegen“, weiß VfL-Trainer Torsten Lenz, während sein Trainerkollege Hüsrev Sentürk den recht mühelosen Heimerfolg über die schwachen Dortmunder nicht zu schlecht reden wollte: „Sie haben uns nicht gefordert und wir haben in dieser Partie nicht viel Kraft gelassen und trotzdem gewonnen. Das war in Ordnung.“ Ahmed Kahya (Herzmuskelentzündung) fehlt bis auf weiteres. Für ihn wird voraussichtlich Norbert Kaczmarek in den nächsten Partien innen verteidigen. Die Favoritenrolle gibt Lenz vorab an die HSV weiter: „Die Tabelle sagt alles.“

    Beim Königsborner SV ärgert sich Coach Markus Laußmann noch immer über das 0:3 bei Husen-Kurl. „Wir manövrieren uns in eine unvorteilhafte Situation. Ich vermute, dass es bei den Jungs einfach nur Kopf- und Einstellungssache ist und muss versuchen das raus zu bekommen.“ Der Spaß soll beim KSV dennoch weiter im Vordergrund stehen: „Das ist die Basis für alles, was wir hier tun. Wir wollen hart arbeiten und uns verbessern, aber immer Spaß dabei haben.“ Artur Krutzek kam in Dortmund erst in der zweiten Halbzeit ins Match, nachdem er unter der Woche nur eingeschränkt trainieren konnte. Viktor Hermann feierte nach Verletzung sein Comeback in der Startelf und hielt eine gute Stunde durch, ehe Schütte ihn ersetzte. „Gegen Lünen erwartet uns ein ganz schweres Spiel. Wir müssen regenerieren und dann mit voller Kraft gegen den LSV antreten und punkten“, fordert Laußmann.

    Der SuS Kaiserau und sein Trainer Heinrich Wolff erleben in dieser Spielzeit bislang eine kleine Achterbahnfahrt. Mal überzeugt die Wolff-Elf kämpferisch und läuferisch, dann enttäuscht sie urplötzlich wieder in diese Kategorien. So auch beim 1:4 gegen den Lüner SV, so dass Wolff gar von einer „Vorführung“ durch die Lüner sprach. „Uns fehlt die nötige Konstanz, aber das schulden wir wohl unserer Jugend“, glaubt der Kaiserauer Linienchef und hofft, dass die Elf in Körne am nächsten Sonntag wieder ihr anderes Gesicht zeigt.

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