Sep 10
18
Ganz bittere 1:2-Heimpleite für den SSV
Landesliga 5: SSV Mühlhausen-Uelzen – SV Westfalia Rhynern II 1:2 (0:1). Eine höchst unglückliche 1:2-Niederlage musste der SSV Mühlhausen am Samstagabend auf heimischen Platz gegen die Reserve von Westfalia Rhynern einstecken. Obwohl der SSV 90 Minuten lang das bessere Team war, standen die Eitzert-Mannen am Ende mit leeren Händen da.
Die Gäste erwischten am Mühlbach jedoch zunächst einen „Blitzstart“: Nach fünf Minuten zieht Patrick Schade aus 25 Metern einfach mal ab und SSV-Keeper David Sobral lässt den eigentlich recht harmlosen Distanzschuss erst durch die Hände und dann auch noch durch die Beine gleiten – 0:1 für Rhynern. Ein krasser Torwartfehler des an diesem Abend ansonsten guten SSV-Schlussmannes. „Solche Dinger passieren halt manchmal“, zuckte SSV-Coach Dirk Eitzert mit der Schultern. Seine Elf war das allerletzte Aufgebot, was die Mühlhausener zu bieten hatten. In der Abwehr debütierte der lange Simon Haardt aus der Kreisliga-Reserve, der eine solide Partie bot, in der Spitze bot Eitzert Dominik Keller aus der A-Jugend auf. Auch die Gäste schickten eine sehr junge Elf ins Rennen und beide Teams agierten mit offenem Visier. Der SSV steckte den Rückstand weg und rannte an: Sönmez‘ Schuss aus zehn Metern (11.) ging jedoch ebenso über das Gehäuse der Gäste wie Keskes Versuch aus 20 Metern (13.). Dann hatte der junge Keller die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, doch er verzog aus knapp fünf Metern freistehend vor Gäste-Schlussmann Matthias Gerke (20.). Rhynern hatte sich längst aufs Kontern verlegt, spielte einige Überzahlsituationen aber nicht gut aus. Nach 35 Minuten die nächste SSV-Möglichkeit, doch Sönmez schoss nach Szymaniak-Zuspiel wieder vorbei. Mit 0:1 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drehte der SSV nun richtig auf: Dominik Keller springt im Strafraum der Ball vor die Füße und sein Pressschlag mit einem Hammer Verteidiger landetet im Gäste-Tor zum 1:1 (47.). Mühlhausen blieb am Drücker und hätte kurz darauf in Führung gehen müssen: Ömer Sönmez ist frei durch und schiebt den Ball links am Tor vorbei (50.) – eine so genannte „Hundertprozentige“. Auch in der 62. Spielminute machte Sönmez es nicht besser. Wieder tauchte er nach einem langen Ball über die ganz schlechte Westfalia-Abwehr frei vor Schlussmann Gerke auf und wieder spitzelte er das Leder links vorbei (62.). Die SSV-Führung lag zu diesem Zeitpunkt nicht nur in der Luft, sie war längst überfällig. Doch dann der Schock: Nachdem Rhynern das erste Mal im zweiten Durchgang über die Mittellinie kommt, greift Marcel Böhme seinen Gegenspieler Sergej Petker überhastet an, wird stehen gelassen und Peter Rentsch stoppt den Angreifer im Strafraum mit unfairen Mitteln (67.) So sah es zumindest Referee Thomas Altgeld aus Witten, der auf Strafstoß entschied. „Naja, den Ball spiele ich nicht, aber der Gegenspieler läuft auf mich auf und sucht das Foul. Den musst du natürlich nicht geben“, sagte Rentsch, der in der Innenverteidigung eine gute Partie machte, nach Spielschluss. Schade war’s egal, er verlud Sobral und netzte zum 2:1 für Rhynern ein. Die Gäste-Führung war nicht nur schmeichelhaft, sondern schlichtweg unverdient.
Der SSV steckte nicht auf und wer sonst als Ömer Sönmez hatte die dicke Chance zum Ausgleich: Nur eine Minute nach dem 1:2 pariert Gerke Sönmez‘ 16 Meter-Schuss (68.). Der SSV blies zur Schlussoffensive. Raffenberg steckt für Szymaniak durch, doch der „Youngster“ schiebt aus guter Position links am Tor vorbei (73.). Anschließend strich Szymaniaks Freistoß aus 18 Metern knapp über die Latte des Gäste-Tores (78.). In der 83. Minute die zweite Offensivaktion Rhynerns im zweiten Durchgang: Kleine muss das 3:1 machen, vergibt jedoch. Dann noch einmal Rhynern: Wieder Konter, diesmal ist Petker durch, aber Sobral hält den SSV im Spiel (84.). Kurz vor Schluss pariert Sobral dann gegen Koch, Rhynern hätte den Sack nun längst zumachen müssen (89.). Die Nachspielzeit: Ecke von rechts, Kopfball Böhme – drüber (91.). Dann verlängert Haardt einen langen Ball für Sönmez, aber Gerke hält (92.). Die letzte Aktion des Spiels: Eckball Mühlhausen, Keeper Sobral rückt mit auf in den Gästestrafraum. Wieder scheitert zunäcsht Böhme per Kopf am Schlussmann, dann fällt das Leder tatsächlich Sobral vor die Füße, aber der SSV-Schlussmann schließt aus drei Metern zu überhastet ab und schießt rechts am Tor vorbei (94.).
SSV: Sobral, Szymaniak, Haardt, Rentsch, Üstün, Raffenberg, Richter, Keske (78. Blume), Böhme, Keller, Sönmez.
Rhynern: Gerke, Sowa (62. Nuß), Busemann, Schade, Langenhorst (62. S. Koch), D. Koch, Hellenkamp, Kleine, Riemenschneider, Kunz (85. Werner), Petker.
Tore: 0:1 (5.) Schade, 1:1 (47.) Keller, 1:2 (67.) Schade per Fouelelfmeter.
Stimmen zum Spiel:
Dirk Eitzert (SSV-Coach): „Wir hatten absolut mehr Spielanteile und Chancen mit denen du locker zwei Spiele gewinnen kannst. Die Gegentore waren zwei Geschenke. Dieses Spiel müssen wir gewinnen. Uns fehlen viele Leute und einige Spieler haben teilweise drei Wochen nicht mehr ordentlich und regelmäßig trainiert. Das ist denke ich mit ein Knackpunkt.“
Christian Klotz (Ryhnern-Coach): „Das war ein glücklicher Sieg für uns, keine Frage.“
Andreas Klein (Sportlicher Leiter SSV): „Wir verlieren nicht hinten die Spiele, sondern sind die einzige Mannschaft, die ich kenne die die Spiele vorne verliert. Wir machen die Dinger einfach nicht rein und das ist teilweise kein Pech, sondern Eigensinnigkeit und das macht mich wirklich böse. Dafür habe ich kein Verständnis. Wenn mein Kollege besser postiert ist, lege ich rüber, das ist doch klar. Ich bin sehr sauer.“
Lars Rafffenberg (SSV): „Eine ganz unglückliche Niederlage. Ich denke wir waren das bessere Team, aber vorne müssen wir dann halt auch einfach mal einen oder zwei weg machen, sonst kannst du nicht gewinnen.“
Peter Rentsch (SSV): „Der Elfmeter war fragwürdig. Wir haben vorher aber richtig gute Gelegenheiten, um selbst in Führung zu gehen. Das ist aber nicht erst seit heute unser Manko.“
Pierre Szymaniak (SSV): „Diese Partie dürfen wir eigentlich nicht verlieren und schon gar nicht so. Heute war auf jeden Fall mehr drin. Chancen hatten wir genug, aber da müssen wir natürlich sehr viel effektiver werden.“
Landesliga 5: SSV Mühlhausen-Uelzen – SV Westfalia Rhynern II 1:2 (0:1). Eine höchst unglückliche 1:2-Niederlage musste der SSV Mühlhausen am Samstagabend auf heimischen Platz gegen die Reserve von Westfalia Rhynern einstecken. Obwohl der SSV 90 Minuten lang das bessere Team war, standen die Eitzert-Mannen am Ende mit leeren Händen da.
Die Gäste erwischten am Mühlbach jedoch zunächst einen „Blitzstart“: Nach fünf Minuten zieht Patrick Schade aus 25 Metern einfach mal ab und SSV-Keeper David Sobral lässt den eigentlich recht harmlosen Distanzschuss erst durch die Hände und dann auch noch durch die Beine gleiten – 0:1 für Rhynern. Ein krasser Torwartfehler des an diesem Abend ansonsten guten SSV-Schlussmannes. „Solche Dinger passieren halt manchmal“, zuckte SSV-Coach Dirk Eitzert mit der Schultern. Seine Elf war das allerletzte Aufgebot, was die Mühlhausener zu bieten hatten. In der Abwehr debütierte der lange Simon Haardt aus der Kreisliga-Reserve, der eine solide Partie bot, in der Spitze bot Eitzert Dominik Keller aus der A-Jugend auf. Auch die Gäste schickten eine sehr junge Elf ins Rennen und beide Teams agierten mit offenem Visier. Der SSV steckte den Rückstand weg und rannte an: Sönmez‘ Schuss aus zehn Metern (11.) ging jedoch ebenso über das Gehäuse der Gäste wie Keskes Versuch aus 20 Metern (13.). Dann hatte der junge Keller die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, doch er verzog aus knapp fünf Metern freistehend vor Gäste-Schlussmann Matthias Gerke (20.). Rhynern hatte sich längst aufs Kontern verlegt, spielte einige Überzahlsituationen aber nicht gut aus. Nach 35 Minuten die nächste SSV-Möglichkeit, doch Sönmez schoss nach Szymaniak-Zuspiel wieder vorbei. Mit 0:1 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drehte der SSV nun richtig auf: Dominik Keller springt im Strafraum der Ball vor die Füße und sein Pressschlag mit einem Hammer Verteidiger landetet im Gäste-Tor zum 1:1 (47.). Mühlhausen blieb am Drücker und hätte kurz darauf in Führung gehen müssen: Ömer Sönmez ist frei durch und schiebt den Ball links am Tor vorbei (50.) – eine so genannte „Hundertprozentige“. Auch in der 62. Spielminute machte Sönmez es nicht besser. Wieder tauchte er nach einem langen Ball über die ganz schlechte Westfalia-Abwehr frei vor Schlussmann Gerke auf und wieder spitzelte er das Leder links vorbei (62.). Die SSV-Führung lag zu diesem Zeitpunkt nicht nur in der Luft, sie war längst überfällig. Doch dann der Schock: Nachdem Rhynern das erste Mal im zweiten Durchgang über die Mittellinie kommt, greift Marcel Böhme seinen Gegenspieler Sergej Petker überhastet an, wird stehen gelassen und Peter Rentsch stoppt den Angreifer im Strafraum mit unfairen Mitteln (67.) So sah es zumindest Referee Thomas Altgeld aus Witten, der auf Strafstoß entschied. „Naja, den Ball spiele ich nicht, aber der Gegenspieler läuft auf mich auf und sucht das Foul. Den musst du natürlich nicht geben“, sagte Rentsch, der in der Innenverteidigung eine gute Partie machte, nach Spielschluss. Schade war’s egal, er verlud Sobral und netzte zum 2:1 für Rhynern ein. Die Gäste-Führung war nicht nur schmeichelhaft, sondern schlichtweg unverdient. Der SSV steckte nicht auf und wer sonst als Ömer Sönmez hatte die dicke Chance zum Ausgleich: Nur eine Minute nach dem 1:2 pariert Gerke Sönmez‘ 16 Meter-Schuss (68.). Der SSV blies zur Schlussoffensive. Raffenberg steckt für Szymaniak durch, doch der „Youngster“ schiebt aus guter Position links am Tor vorbei (73.). Anschließend strich Szymaniaks Freistoß aus 18 Metern knapp über die Latte des Gäste-Tores (78.). In der 83. Minute die zweite Offensivaktion Rhynerns im zweiten Durchgang: Kleine muss das 3:1 machen, vergibt jedoch. Dann noch einmal Rhynern: Wieder Konter, diesmal ist Petker durch, aber Sobral hält den SSV im Spiel (84.). Kurz vor Schluss pariert Sobral dann gegen Koch, Rhynern hätte den Sack nun längst zumachen müssen (89.). Die Nachspielzeit: Ecke von rechts, Kopfball Böhme – drüber (91.). Dann verlängert Haardt einen langen Ball für Sönmez, aber Gerke hält (92.). Die letzte Aktion des Spiels: Eckball Mühlhausen, Keeper Sobral rückt mit auf in den Gästestrafraum. Wieder scheitert zunäcsht Böhme per Kopf am Schlussmann, dann fällt das Leder tatsächlich Sobral der Ball vor die Füße, aber der SSV-Schlussmann schließt aus drei Metern zu überhastet ab und schießt rechts am Tor vorbei (94.).
SSV: Sobral, Szymaniak, Haardt, Rentsch, Üstün, Raffenberg, Richter, Keske (78. Blume), Böhme, Keller, Sönmez.
Rhynern: Gerke, Sowa (62. Nuß), Busemann, Schade, Langenhorst (62. S. Koch), D. Koch, Hellenkamp, Kleine, Riemenschneider, Kunz (85. Werner), Petker.
Tore: 0:1 (5.) Schade, 1:1 (47.) Keller, 1:2 (67.) Schade per Fouelelfmeter.
Stimmen zum Spiel:
Dirk Eitzert (SSV-Coach): „Wir hatten absolut mehr Spielanteile und Chancen mit denen du locker zwei Spiele gewinnen kannst. Die Gegentore waren zwei Geschenke. Dieses Spiel müssen wir gewinnen. Uns fehlen viele Leute und einige Spieler haben teilweise drei Wochen nicht mehr ordentlich und regelmäßig trainiert. Das ist denke ich mit ein Knackpunkt.“
Christian Klotz (Ryhnern-Coach): „Das war ein glücklicher Sieg für uns, keine Frage.“
Andreas Klein (Sportlicher Leiter SSV): „Wir verlieren nicht hinten die Spiele, sondern sind die einzige Mannschaft, die ich kenne die die Spiele vorne verliert. Wir machen die Dinger einfach nicht rein und das ist teilweise kein Pech, sondern Eigensinnigkeit und das macht mich wirklich böse. Dafür habe ich kein Verständnis. Wenn mein Kollege besser postiert ist, lege ich rüber, das ist doch klar. Ich bin sehr sauer.“
Lars Rafffenberg (SSV): „Eine ganz unglückliche Niederlage. Ich denke wir waren das bessere Team, aber vorne müssen wir dann halt auch einfach mal einen oder zwei weg machen, sonst kannst du nicht gewinnen.“
Peter Rentsch (SSV): „Der Elfmeter war fragwürdig. Wir haben vorher aber richtig gute Gelegenheiten, um selbst in Führung zu gehen. Das ist aber nicht erst seit heute unser Manko.“
Pierre Szymaniak (SSV): „Diese Partie dürfen wir eigentlich nicht verlieren und schon gar nicht so. Heute war auf jeden Fall mehr drin. Chancen hatten wir genug, aber da müssen wir natürlich sehr viel effektiver werden.“











